Immobilienfonds: Eine sinnvolle Kapitalanlage?

Immobilienfonds sind die perfekte Wahl für alle, die gern investieren wollen, die Anschaffung einer eigenen Immobilie allerdings als zu groß oder unsicher erachten. Beteiligungen an einem Fond beschreiben im Grunde genommen Anteile an Objekten, wie Wohn- oder Gewerbeanlagen. Der große Vorteil: Da Sie lediglich Teilhaber sind, obliegt Ihnen auch nur ein Teil der Pflichten und Risiken. Sehr lange galten Immobilienfonds als sehr sichere Kapitalanlage. Doch ist das auch heute noch so?

Immobilienfonds: Einfache Handhabung – die jedoch nicht umsonst ist

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Bei Immobilienfonds unterscheidet man offene und geschlossene Immobilienfonds.

Ein wesentlicher Vorteil von Fonds ist die einfache Verwaltung der Immobilien, an denen Sie Teilhaber sind, denn: Diese Aufgabe wird vom sogenannten Fondsmanagement übernommen.

Dieser große Pluspunkt ist jedoch gleichzeitig der größte Nachteil der Immobilienfonds. Als Gegenleistung für die Arbeit des Fondsmanagements wird eine Gebühr vom Investor – sprich: Ihnen – bezahlt. Das bedeutet wiederum, dass die Rendite dieser Anlageform dadurch negativ beeinflusst wird.

Hinzukommt, dass Fonds in Form von Immobilien längst nicht mehr so sicher sind, wie es ihr Image einstmals versprochen hat. Das gilt übrigens für offene und geschlossene Immobilienfonds gleichermaßen.

Was sind offene und geschlossene Immobilienfonds?

Wenn Sie in Fonds investieren wollen, so sollten Sie unbedingt den Unterschied zwischen offenen Immobilienfonds und geschlossenen Fonds kennen:

Offene Immobilienfonds

  • Investieren in mehrere Objekte – zum Teil in mehr als 100 verschiedene.
  • Das Geld der Investoren fließt immer wieder in neue Projekte.
  • Anteile können jederzeit an das Fondmanagement zurückgegeben werden.

Geschlossene Immobilienfonds

  • Investieren in ein einziges Objekt
  • Das Geld der Investoren wird einmalig in ein Projekt investiert.
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Häufig wird bei Immobilienfonds in Einkaufszentren investiert.

Die Gemeinsamkeiten der beiden Fonds-Formen: Es wird sowohl im In- als auch im Ausland investiert. Investitionsobjekte sind zum Beispiel Miet- und Wohnhäuser, Hotels oder Einkaufszentren.

Die Eigenschaft, in einer offenen Fonds-Gesellschaft stets Anteile zurückgeben zu können, sorgte lange Zeit dafür, dass diese Form der Immobilienfonds als ausgesprochen sicher galt. Das hat sich im Laufe der Zeit allerdings stark geändert. Seit dem Jahr 2004 kommt es immer öfter vor, dass mehrere Anleger gleichzeitig ihre Anteile abgeben wollten (beispielsweise weil das Objekt an Attraktivität verloren hat). In einem Fall wie diesem ist es dem Fondsmanagement gestattet, die Rücknahme zu verweigern. Im schlimmsten Fall wird der offene Fonds anschließend geschlossen.

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