Vorsicht Mietnomaden: So schützen Sie sich vor Zahlungsverweigerern

Mietnomaden

Kaum etwas löst bei Vermietern so viel Angst aus wie die sogenannten Mietnomaden. Es handelt sich hierbei um Menschen, die von Wohnung zu Wohnung ziehen, ohne dabei auch nur einen Cent Miete zu zahlen – ein wahr-gewordener Albtraum für jeden Immobilien-Besitzer. Doch es kommt noch schlimmer: Mietnomaden zahlen nicht nur keine Miete, sondern richten häufig auch großen Schaden in der Wohnung an. Die Frage ist also: Wie kann man sich vor diesen Personen schützen?

Augen auf bei der Mieterwahl

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Bei der Wahl der Mieter sollte man sich Zeit nehmen, um sein Gegenüber genau kennenzulernen.

Die schlechte Nachricht vorweg: Einen umfassenden und verlässlichen Schutz gegen Mietnomaden gibt es leider nicht. Wenn Sie nicht auf die Masche der Betrüger hereinfallen wollen, gilt es in erster Linie, auf Ihren gesunden Menschenverstand zu hören.

Prüfen Sie die potenziellen Mieter auf Herz und Nieren und lassen Sie sich nicht von einem angeblich guten Einkommen blenden, denn: Nicht selten sind Mietnomaden auf den ersten Blick als solche überhaupt nicht zu erkennen. Ihre „Tarnung“ ist mitunter extrem gut und sorgt dafür, dass Vermieter immer wieder in ihre Falle tappen.

Versuchen Sie hier das Risiko zu minimieren, indem Sie so viele Informationen wie möglich über die Person(en) einholen. Diese erhalten Sie beispielsweise an den folgenden Stellen:

  • Internet, insbesondere Soziale Profile
  • Mietausfallversicherungen
  • Selbstauskünfte des Mieters

Absicherung durch Kaution

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Drei Monatsmieten Kaution dienen als Absicherung für den Vermieter.

Jeder Vermieter hat von vornherein die Möglichkeit, sich zumindest teilweise gegen die Mietnomaden abzusichern – und zwar über die Mietkaution. Bedenken Sie dabei jedoch, dass diese die Höhe von drei Monatsmieten nicht übersteigen darf. Außerdem darf sie vom Mieter ratenweise abgezahlt werden.

Alternativ zur Kaution kann eine Bürgschaft abgeschlossen werden. Im Falle von Mietausfall muss dann der Bürge aufkommen.

Fristlose Kündigung und Zwangsräumung

Eine fristlose Kündigung ist möglich, wenn der Mieter zweimal hintereinander die Miete nicht oder nur teilweise bezahlt hat. Auch, wenn über einen längeren Zeitraum ein Rückstand von zwei oder mehr Monatsmieten anfällt, können Sie den Mieter fristlos kündigen.

Hierbei handelt es sich um die letzte Konsequenz, die Sie gegen Mietnomaden ziehen können. Allerdings ist auch hier erst eine Räumungsfrist einzuhalten, bevor Sie vor Gericht ein Räumungsurteil erwirken können – erst, wenn der Gerichtsvollzieher mit der Zwangsräumung beauftragt wird, sind Sie Mietnomaden wieder los. Das geht leider nicht von heute auf morgen.

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